Afrika Cup Viertelfinale

27 01 2010

Unglaubliche Tore, individuelle Fehler und ein Favoritensterben bestimmten die Viertelfinalspiele beim Afrika Cup in Angola.

Das erste Viertelfinalspiel bestritten am Sonntagnachmittag  Angola und Ghana. Die bis dahin stark aufspielenden Gastgeber scheiternden an diesem Tag an ihrer Chancenverwertung. Allein Manucho schaffte es, drei riesige Gelegenheiten ungenutzt zu lassen, dessen unfähiger Höhepunkt wohl der Schuss über das völlig leere Tor in der 44 Minute war. Ghana stand in der Abwehr kompakt und verlegte sich aufs kontern. So fiel dann auch das goldene Tor. Ein langer Ball auf Asamoah Gyan und der Profi von Stade Rennes hatte keine Mühe, den Ball am Torwart vorbei, ins linke untere Eck zu legen. Somit muss Gastgeber Angola nun im Halbfinale zuschauen und Ghana zieht, auch ohne den verletzten Superstar Mickaël Essien, ins Halbfinale ein.

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Afrika Cup of Nations 2010 – verrücktes Eröffnungsspiel

11 01 2010

Bereits vor dem Anpfiff war es ein denkwürdiger Eröffnungstag des Afrika Cup of Nations. Die Zeremonie stand im Schatten des Anschlags, welcher kurz zuvor die togolesische Nationalmannschaft zur Abreise zwang. Bislang sind drei Menschen ums Leben gekommen und weitere sind lebensbedrohlich verletzt. Der einzige beteiligte Bundesligaakteur (Leverkusens Assimiou Touré) blieb unverletzt.
Doch nun zurück zu den schönen Seiten des Sports. Das Eröffnungsspiel zwischen Angola und Mali.
Die gesamte erste Halbzeit blieb die Mannschaft aus Mali blass und rannte dem Gastgeber nur hinterher. Hinzu kam die Verletzung von Maiga. Für ihn kam der Barca-Akteur Seydou Keita. In der 37. Minute kam es zum verdienten 1:0 für Angola durch einen schönen Kopfball von Flávio. Dieser nickte fünf Minuten später zum Halbzeitstand von 2:0 erneut ein.
Die Gäste aus Mali kamen bereits mit hängenden Schultern aus der Kabine. Es passierte nicht viel bis zur 65. Minute. Da wird Gilberto (Angola) knapp im Strafraum gelegt und verwandelt anschließend selbst den Elfmeter. Nur acht Minuten später holt Gilberto erneut einen (meiner Meinung nach fragwürdigen) Elfmeter raus, den Manucho sehr souverän in die linke Ecke bugsiert. Es steht bereits 4:0 in der 73. Minute und die Stimmung in Angola ist atemberaubend und macht Lust auf die WM in Südafrika.
In der 78. kommt es zu einem Eckball für Mali. Dieser wird allerdings schlecht geschossen und fliegt direkt auf den Schlussmann Angolas zu, welcher nicht in der Lage ist den Ball festzuhalten. Nach einigem Gestocher ist es letztendlich der in der ersten Halbzeit eingewechselte Keita, der den Ball über die Linie befördert - 4:1.
Nun drückt  Mali etwas nach vorne. Jedoch passiert in den nächsten knapp 10 Minuten nichts. Wir befinden uns bereits in der 87. Minute. Plötzlich kommt ein langer Ball auf den geschorenen Kopf von Frédéric Kanouté. Der Starstürmer von Sevilla köpft den Ball aus knapp 15 Meter hammerhart in die rechte Ecke. Keine Chance für Angolas Torhüter Carlos – 4:2.
Die Nachspielzeit bricht an und der Unparteiische zeigt 4 Minuten Nachspielzeit an. Wie sich später herausstellen wird, werden es 4 lange und historische Minuten. In der 93. Minute nimmt Keita eine schöne Flanke von Berthe volley aus der Luft und verkürzt damit auf 4:3.
In der Schlussminute ist es wieder Berthe, der auf sich aufmerksam macht. Mit einem harten Schuss zwingt er Carlos zu einer Parade, der den Ball zur Seite abklatscht, wo bereits der eingewechselte Yatabaré wartet und die Aufholjagd vollendet. 4:4.
Ein unglaubliches Spiel, dass auch in den seltenen torarmen Minuten sehr ansehnlich war und auf einen schönen Afrika Cup hoffen lässt.








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